Schnell geht´s nach Hause. Da hole ich die Unterlagen noch einmal hervor und lese es wirklich schwarz auf weiß: -Wir suchen eine Betreiberin für unseren Erotikshop in…-
Ich fülle alle Angaben wahrheitsgetreu aus. Name, Adresse, Alter usw. Frühestmöglicher Arbeitsbeginn? Mist. Ich hab ja noch einen Job. Also gut: ich schreibe 3 Monate. Muss ja wohl die Kündigungsfristen einhalten. Somit sind meine Chancen bestimmt vertan. Beziehungsstatus? Hmmm….ledig. Berufserfahrung? Verkauf von Artikeln aller Art.
Fertig ausgefüllt bringe ich die Unterlagen direkt wieder ins Geschäft. Diesmal habe ich schon keine Scheu mehr, den Sexshop zu betreten. Ist doch auch wirklich die normalste Sache der Welt. Die Verkäuferin guckt mich an und lacht. „Das ging ja schnell“, meint sie und nimmt die Unterlagen entgegen. „ Warten Sie einen Augenblick, ich rufe direkt in der Zentrale an.“
Also schaue ich mich noch ein wenig um. Direkt hinter mir stehen die Vibratoren und Dildos. Eine Vielfalt an Erotikspielzeugen. Bei genauerem Betrachten muss ich zugeben, dass so einiges absolut neu ist für mich. Kann mir bei diesem blauen Ring so überhaupt nicht vorstellen wozu der gut sein soll!? So langsam bekomm ich Zweifel. Was hab ich getan? Wie soll ich hier arbeiten, wenn ich nicht mal weiß, wozu die einzelnen Spielzeuge gedacht sind. In meinem Bauch macht sich ein mulmiges Gefühl breit. Mir wird heiß und kalt. Ich schau zur Verkäuferin rüber und will sie noch davon abhalten in der Zentrale anzurufen. Zu spät! Sie spricht bereits. Was mach ich nun? Am liebsten würd ich raus rennen und auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Aber das ist nicht meine Art, einfach wegzulaufen. Da muss ich jetzt durch und sehen was passiert…
Freitag, 4. September 2009
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